Claudia Wacker:
Tierschutz ist mein Leben. Unsere Mitgeschöpfe verdienen unseren Respekt und es ist selbstverständlich für mich ihnen ein schönes artgerechtes Leben zu ermöglich. Auch Behinderungen sind kein Grund ein Tier aufzugeben. Luna hat mir meinen Weg gezeigt. Die Luna-Hilfe e.V. ist daraus entstanden und das ist nur der Anfang.
Es gibt immer Hoffnung. Hoffnung ist wie ein Pfad. Am Anfang existiert er noch nicht, er entsteht erst, wenn viele Menschen den gleichen Weg gehen.
Lu Xun
Elke Joachimiak:
Die Liebe zu Katzen hat mich schon ganz früh erfasst. Der Gedanke „Tierschutz“ kam erst sehr viel später dazu, als ich unseren eigenen Katzen ein neues Zuhause gegeben hatte.
Im Alter von drei Jahren hielt ich das erste Katzenkind im Urlaub in Italien auf dem Arm und wollte es nicht mehr hergeben. Jahre später machten wir Urlaub im Sauerland. Die Vermieter unserer Ferienwohnung wohnten über uns und hatten vier Katzen. Somit war auch dieser Urlaub gerettet.
Vor sechs Jahren gab es dann ein entscheidendes Ereignis, einer Katze ein Zuhause zu geben, als ein kleiner schwarzweißer Katermann in unserem Garten auftauchte, der von Zuhause weggelaufen war. Wir versorgten ihn, nach drei Tagen fanden seine Besitzer ihn wieder und nahmen ihn wieder mit nach Hause. Da stand der Entschluss fest. Ohne Katzen geht’s nicht mehr. Kurz darauf zogen Flocke und Muffin bei uns ein, drei Jahre später Kasimir und Tiffy.
Das Internet wurde eine sehr große Hilfe für mich, alle wichtigen Informationen zu Katzen und deren Haltung und Pflege zu bekommen. So entdeckte ich auch eines Tages Claudia’s Homepage „Luna – die Geschichte einer behinderten Katze“ und war von Anfang an beeindruckt von dieser kleinen, liebenswerten, behinderten Windelkatze. Kurze Zeit später lernte ich Sabine kennen, die schon einmal Claudia und Luna besucht hatte. Wir verstanden uns prima und verabredeten uns zu einem gemeinsamen Besuch bei Claudia. Von da an waren wir ein tolles Dreiergespann und Claudia’s Idee, die „Luna-Hilfe für behinderte Katzen“ zu gründen, begeisterte uns sofort und wir waren mit Feuereifer dabei. So begann mein Leben für den Tierschutz.
Kerstin Scheibler:
Als ich als reiner "Hundemensch" vor drei Jahren zwei Katzen aus dem Tierheim geholt habe, die chronisch krank waren, wurde mir schnell bewusst, dass Katzen bei uns auf dem Land eher keinen guten Stand haben. Die Reaktionen in meinem direkten Umfeld waren für mich überraschend hart. Ich hatte das Gefühl, dass einige nicht ausgesprochen haben, was sie dachten, nämlich, dass es doch genug Katzen gibt, und sich somit doch nicht mit einem kranken Tier "belasten" müsste.
Da begann mein Tierschutz im Kleinen. Ich fing an die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass auch kranke Tiere ein Recht auf einliebevolles Zuhause haben!
In dieser Zeit lernte ich die Luna-Hilfe kennen und fand den Einsatz von Claudia Wacker toll. Als die Entscheidung anstand, aus der Initiative einen Verein zu gründen, war ich natürlich dabei. So kann ich vielleicht ein wenig dazu beitragen, dass auch über mein direktes Umfeld hinaus ein wenig besser verstanden wird, dass nicht nur gesunde Katzen ein Recht auf ein schönes Leben haben.
Im Tierschutz gilt für mich das gleiche Motto wie im übrigen Leben auch:
"Fang nie an aufzuhören.
Hör nie auf anzufangen."
Cicero
Christel Mauritz:
Längst hat die Katze dem Hund als beliebtestes Haustier der Deutschen den Rang abgelaufen. Dass trotzdem auch gerade Tierschutz für Katzen betrieben werden muss, spricht nicht eben für die Spezies Mensch.
Auch in Deutschland gibt es vielfaches Katzenelend: sich unkontrolliert vermehrende frei lebende Katzen, unkastrierte Bauernhofkatzen, die weitgehend sich selbst überlassen sind, eine alljährliche, frühsommerliche Katzenbabyschwemme, überfüllte Tierheime und private Pflegestellen…
Neben den unzähligen gesunden Tieren gibt es aber auch die alten, die chronisch kranken und die Katzen mit Behinderungen. Für sie und ihre Halter ist diese Webseite da. Ich möchte jeden, der überlegt, eine (oder idealerweise zwei) Katzen in seinem Haushalt aufzunehmen, ermutigen, auch einem dieser besonders benachteiligten Tiere ein Heim zu geben. Mag die Aufnahme eines solchen Tieres auch ursprünglich aus Mitleid geschehen, wird jeder doch schnell merken, dass er eine ganz „normale“ Katze hat. Je nach Temperament schmusig, sozial, dominant, zickig wie jede andere Katze auch. Entsprechend gestaltet sich auch das Zusammenleben von Katzen mit und ohne Behinderung oder Krankheit. Wenn es in der Beziehung Schwierigkeiten gibt, hat das zuletzt mit der Krankheit oder Behinderung zu tun.
Die Entscheidung für ein Tier sollte man abhängig machen von der Zeit, die man täglich zuverlässig für die Pflege aufbringen kann. Die meisten Tiere mit Behinderungen brauchen allerdings keine besondere medizinische Pflege, höchstens die ein oder andere kleine Rücksichtnahme in der Gestaltung der Umgebung. Chronisch kranken Tieren ist fast immer mit einer regelmäßigen Medikamentengabe, an die sich die meisten Katzen schnell gewöhnen, geholfen. So kann ihnen oft noch auf Jahre ein lebenswertes Leben ermöglicht werden.
Renate Wimmer:
Katzen und Tierschutz
Ich wurde gebeten, mir über oben genanntes Thema Gedanken zu machen, nach einem langen Tag werde ich versuchen, diese niederzuschreiben…
Katzen und Tierschutz, eigentlich bin ich der Meinung, dass diese beiden Wörter nicht zusammenpassen, wie Sonne und Mond, Tag und Nacht, Sommer und Winter, zum Unterschied, das sich diese Gegebenheiten ergänzen..
Ich arbeite seit ca. zehn Jahren ehrenamtlich aktiv im Tierschutz, begonnen hat es mit meiner ersten behinderten Katze Speedy, ein Kater, der in Wien Freigang hatte (!) und dabei von einem Auto angefahren wurde…so habe ich im Internet nach Erfahrungen mit gelähmten Katzen gesucht und wurde bei Luna-Cat fündig, rasch Kontakt geknüpft und im Forum angemeldet. Ich war mit meinem Problemkaterchen nicht alleine, einige dort kämpften um ihre Katzen und ein behindertengerechtes Leben.
Die Kreise wurden immer größer, man las hier und da von einer Ungerechtigkeit, von Katzen, die man durchaus retten hätte können und wie wenig eigentlich die Tierhalter über ihre Lieblinge wissen, aber auch nicht nachzufragen wagen, herrscht doch immer noch das „Herrgott-in-weiß“-Prinzip. Ich begann, Spenden zu sammeln, erst mal Geldspenden, doch auch das war mir zunehmend zu wenig, Sachspenden mussten her und ich begann meine ersten Spendentransporte, aber auch die Tierheim in der Umgebung brauchten Hilfe, eine Freundin lebt nicht unweit von mir in einem Einfamilienhaus mit sage und schreibe 150 Katzen. Ja, nun höre ich euch sagen: das gibt es doch nicht, wie kann die nur, das ist doch zu viel…Ja, stimmt es ist zu viel, nur, wo hört man auf? Wo oder wann kann ich als Tierfreund sagen: du bist nun das arme Kätzchen Nummer fünf, zehn, …du hast leider Pech gehabt und musst vor meinem Haus verrecken?? Nein, das kann so nicht sein, also hilft man, wieder und immer wieder! Und das haben die Menschen schnell raus: die Katzenfrau, die nimmt eh die Katzen und schwupps, hat man die Hütte mehr als voll und alle diese vom Menschen weggeworfenen Lebewesen fordern ihr natürliches Recht auf Futter, auf Liebe und ärztliche Versorgung.
Nun, Katzen und Tierschutz beginnt bei mir bei Verantwortung jedem einzelnen Lebewesen gegenüber, was insbesondere bei Katzen bedeutet: KASTRIEREN, denn nur so kann man irgendwann das Elend der vielen kleinen, ungewollten Kätzchen und der unendlichen Population entgegenwirken. Es ist eine kleine Operation, die zum Wohle der Katze als auch des Menschen dient. Die Katze muss keine Trächtigkeit mehr über sich ergehen lassen, der Kater markiert nicht mehr und steckt sein Revier viel kleiner als gehabt, was bei Freigängern wiederum zu einer Minimierung der Unfallgefahr führt. Und die Geruchsbelästigung für den Menschen als auch der Stress: „was machen wir mit den Kitten“ fällt weg. Nun, das österreichische Tierschutzgesetz in seiner geltenden Form verbietet das unnötige Töten von Tieren, wie sieht es aber in der Wirklichkeit aus? Katzen, die gegen die Wand geschlagen werden, ertränkt oder einfach erschlagen werden gegenüber gestellt ein paar Euro beim Tierarzt für die Operation…diese Leid für die Katzenmutter, dass ihre Kinder umgebracht werden, welch ein Trauma für jedes einzelne Muttertier…all das kann man mit einer Operation für immer verbannen!
Tierschutz beginnt beim Kastrieren und endet beim Tier-Schutz, also ein Tier vor allen Qualen, vor allen Niederträchtigkeiten des Menschen zu schützen, wie viele Menschen kippen nach wie vor Ihre Wohnungsfenster und wie viele Katzen krepieren jährlich in dieser ausweglosen Falle…und das sollte eigentlich bereits in der Schule gelehrt werden, denn solange wir so mit den Katzen umgehen, wird das Elend und das Unverständnis der Menschen größer, aber auch die Unzufriedenheit der Situation!
Ich bin bereit, diese Aufklärung in Angriff zu nehmen, ich tue es jeden Tag, denn jede gerettete Katze ist für mich ein Erfolg, für den es sich weiter zu arbeiten lohnt.
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